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Wissenswertes über Babymassage


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Infos über Babymassage

Babymassage - Tradition in vielen Kulturen


Die Babymassage ist eine traditionelle Kunst, deren Ursprung vor allem in der indischen Ayurveda - Kultur liegt, aber auch in Russland, Afrika und Asien zu finden ist.
Der französische Frauenarzt und Geburtshelfer Fréderic Leboyer entdeckte beinahe zufällig auf einer Reise durch Indien die Kunst der indischen Babymassage, die dort wie selbstverständlich als uraltes Wissen von der Mutter an die Tochter weitergegeben wird.

Positive Wirkungen von Babymassage


Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Tausende von Nervenenden verbindet sie mit allen Organen und Geweben des Körpers. Daher kann über die Haut das gesamte Körper-Geist-System des Menschen beruhigt und positiv beeinflusst werden.

Babymassage

- stärkt die Verdauungskraft und beugt so Blähungen und Koliken vor
- verbessert die Durchblutung der Haut und der Muskulatur
- unterstützt die Durchblutung der Kopfhaut
- fördert einen gesunden Haarwuchs und kräftigt die Haarwurzeln
- reguliert den Muskeltonus
- wirkt über die Reflexzonen der Hände und Füße auf Organ- und Stoffwechsel-Vorgänge,kräftigend und ausgleichend
- baut die Stoffwechselgifte ab
- stärkt die Abwehrkräfte
- wirkt schlaffördernd
- stimuliert Myelinbildung und damit die Reifung des Nervensystems
- legt die Basis für ein gutes Körpergefühl und eine gute Koordination der Bewegungen für das gesamte spätere Leben

Macht Eltern und Babys glücklich


Das Massieren des eigenen Babys weckt tiefe Glücksgefühle und Zärtlichkeit für das Kind im Herzen, unterstützt die liebevolle Kommunikation zwischen Mutter / Vater und Kind, schenkt beiden Beteiligten geistige und körperliche Entspannung, hilft dabei, das neue Familienmitglied mit allen Sinnen kennenzulernen und noch viel mehr...

Babymasage mit Öl


Baby-Abhyanga heißt wörtlich übersetzt das Baby-Ölbad. Das Baby wird mit reichlich Öl massiert und das Öl dringt durch die Hautgefäße tief ins Gewebe ein. Nach wenigen Minuten sind die Ölessenzen im Blut nachweisbar. Die Qualität des Öls ist also entscheidend, da es beim Massieren nicht nur um „das rutschig sein“ für leichte Durchführung der Griffe geht, sondern vor allem um die Ernährung der Haut und des gesamten Organismus. Die optimale Aufnahme des Öls ist nach 20 Minuten erreicht.
Für Babymassage verwenden wir deshalb nur die reinsten Öle aus erster Kaltpressung, wenn möglich aus kbA-Qualität (kontrolliert biologischer Anbau) mit zartem Aroma. Es ist ratsam in den ersten Monaten nur mit Basisölen ohne Essenzzusätzen zu massieren, da der eigene Geruch und der Geruch der Mutter für den Säugling wichtige Kommunikationsmittel sind und durch andere Düfte nicht gestört werden sollen.



Geeignete Basisöle für die Babymassage


Als Babymassagenöl eignen sich ausschließlich rein pflanzliche, kaltgepresste, naturbelassene "fette" Öle, sogenannte Basisöle. Mineralöle, wie sie sich leider oft in Produkten für die Babypflege finden, haben auf Babyhaut nichts verloren!

* Mandelöl (süß)

wird aus den Kernen der Süßmandel (Prunus dulcis var. dulcis) und der Bittermandel (Prunus dulcis var. amara) gepresst, ist ein sehr verträgliches und vielseitig einsetzbares Basisöl für jeden Hauttyp, besonders auch für empfindliche und Babyhaut. Es dringt tief in die Hornschicht der Haut ein, bildet an der Hautoberfläche aber einen feinen Film und eignet sich daher gut als Massageöl. Es pflegt die Haut, ist nicht austrocknend und enthält den höchsten Prozentsatz an einfach und zweifach ungesättigten Fettsäuren (über 90%) aller Öle. Sein dezenter Duft macht das Mandelöl zu einem hervorragenden Basisöl für aromatherapeutischen Mischungen mit Ätherischen Ölen.

* Jojobaöl

ist eigentlich ein bei zimmertemperatur flüssiges Wachs. Es wird aus den Samen eines immergrünen Strauchs (Simmondsia chinensis) gewonnen, enthält natürliches Provitamin A und Vitamin E und ist durch seine vorteilhafte Zusammensetzung an Fettsäuren besonders pfegend und für jeden Hauttyp geeignet. Da es leicht entzündungshemmend und beruhigend wirkt, eignet es sich besonders als Hautpflegeöl gegen Schwangerschaftsstreifen und auf Grund seinem natürlichen Lichtschutzfaktor als Sonnenpflege.

* Olivenöl


wird aus ganzen Oliven (Olea Europaea)mit Kern gepresst und ist durch seinen reichen Gehalt an Ölsäure relativ gut haltbar und oxydationsstabil. Es erzeugt ein weiches, glattes Hautgefühl. Besonders für Neurodermitiker ist extra natives Olivenöl auf Grund seines entzündungshemmenden Wirkstoffes Oleocanthal ein hautberuhigendes Massage- und Hautpflegeöl. Für die Babymassage sollte nur die allerhöchste Qualitätsstufe, also natives Olivenöl extra, nach Möglichkeit in Bioqualität, verwendet werden.

* Nachtkerzenöl

Das wertvolle, aus den Samen der Nachtkerze (Oenothera biennis) gewonnene Öl ist besonders für Neurodermitiker durch seinen außergewöhnlich hohen Gehalt an Linolsäure und der seltenen, für den Stoffwechsel wichtigen Gamma-Linolensäure Massage- und Hautpflegeöl erster Wahl. Auch innerlich wird es zur symptomatischen Behandlung bei Neurodermitis angewandt.

Da Nachtkerzenöl sehr teuer ist, kann alternativ das günstigere Hanföl verwendet werden

* Sesamöl

Sesamöl wird aus den weißen und schwarzen Samen des Sesams (Sesamum indicum) gewonnen. In der klassischen indischen / ayurvedischen Babymassage wird traditionell mit erwärmtem Sesamöl massiert.
Laut der ayurvedischen Gesundheitslehre dringt Sesamöl von allen Ölen am besten in die feinen Hautgefäße ein und hat eine erwärmende Wirkung. Sesamöl enthält viel Linolensäure und wirkt daher entzündungshemmend. Es ist von Natur aus antioxidativ, dass heißt, es bindet schädliche freie Sauerstoffradikale im Körper, ist nicht austrocknend und kann die Lipidschichten der Hornschicht regenerieren, daher für trockene Haut geeignet.

Anschließendes Bad


Das warme Wasser kennt das Baby noch aus dem Mutterleib. Ein Babybad zum Entspannen wird daher bei der Körperkerntemperatur von 38°C durchgeführt. Das Baden nach der Ölmassage vertieft ihre Wirkung, öffnet die Poren der Haut und die gelösten Unreinheiten können abtransportiert werden. Das Bad sollte etwa 10 Minuten andauern. Nach dem Baden werden die Kleinen meistens sehr hungrig und schlafen an der Brust oder an der Flasche friedlich ein.
Verzichten Sie bitte auf Badezusätze, damit das Öl nicht ganz abgewaschen wird und somit weiterhin als Schutzfilm für die Haut wirken kann. Shampoo für die Haare ist auch überflüssig. Das Öl ist für die Haarwurzeln nährend. Warmes Wasser genügt.

Massage von Frühgeborenen


Gerade bei Frühgeborenen ist die tägliche Massage äußerst wichtig. Dr. Karin Pirc schreibt in Ihrem Ayurveda Kursbuch für Mutter und Kind: „In einer Studie an Frühgeborenen fand man kürzlich heraus, dass tägliches Streicheln und Berühren (sogar ohne Öl) die Ausschüttung von Wachstumshormonen bewirkt, so dass diese Frühchen bei dreimaliger Massage von jeweils einer Viertelstunde täglich innerhalb von zehn Tagen 47 Prozent mehr Gewicht zunahmen als die „Nicht-Gestreichelten“. Außerdem waren sie „munterer“. Selbst acht Monate später war dieser Vorsprung noch sichtbar: Die gestreichelten Babys wogen zu diesem Zeitpunkt, lange nach Beendigung der gezielten Berührungen, mehr, und ihre motorischen und geistigen Fähigkeiten waren entwickelter. Sie waren eindeutig reifer als die Säuglinge, die nicht sanft stimuliert worden waren.“

Die Babymassage wird bei Frühgeborenen in den ersten Tagen allerdings sehr zart durchgeführt. Das Kleine wird behutsam, vorsichtig und einfühlsam mit Öl gestreichelt. Wenn sich der Säugling an die Massage gewöhnt hat und sein Gesundheitszustand stabil ist , kann die Massage etwas kraftvoller gestaltet werden. Wärme muss natürlich vorhanden sein, da die Frühgeborenen sehr schnell auskühlen.

Babymassage bei Neurodermitis

Eine Krankheit mit vielen Namen: Neurodermitis, atopisches Ekzem, endogenes Ekzem und atopische Dermatitis.
Starker Juckreiz, bedingt durch chronische Entzündungsprozesse in der Haut, machen ganz besonders den kleinen Patienten und ihren Eltern das Leben schwer. Die Symptome treten in akuten Schüben auf - dazwischen gibt es unter Umständen sogar weitgehend beschwerdefreie Zeiten.

Der Leidensdruck ist oft groß und Mütter mit an Neurodermitis erkrankten Kindern und Babys suchen händeringend nach Linderung für den quälenden und belastenden Juckreiz.
Babymassage mit speziellen fetten Ölen wie Nachtkerzenöl oder Hanföl können den Juckreiz lindern helfen und die beanspruchte Ekzemhaut beruhigen.
Auch die Einnahme von Nachtkerzenöl ist eine erfolgversprechende Therapieform. Bei langfristiger Einnahme bleibt die Haut erstaunlich stabil. Nachtkerzenöl gibt es in Form von Kapseln oder Öl - Kindern kann das Nachtkerzenöl mit etwas Wasser oder Saft verabreicht werden.
Besonders wichtig ist es auch, die Babys davon abzuhalten sich die juckenden Stellen wund zu kratzen, weil durch offene Hautstellen Allergene und Krankheitserreger in den Organismus gelangen können.
Hierfür gibt es für Babys spezielle Baumwollhandschuhe.