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Aktuelles zum Thema Babymassage

Babymassage.de in den Medien!


Das kürzlich im fidibus-Verlag erschienene Buch "Hausgeburt und Gebären im Geburtshaus" von Christine Thromka widmet sich im Kapitel über die erste Zeit nach der Geburt auch dem Thema Babymassage. Unsere Redakteurin Anja Schleinkofer beantwortet in einem 5 Seiten langen Interview Fragen rund ums Thema Babymassage - und unsere Internetseite www.Babymassage.de wird im Buch erwähnt.

Hier ein Auszug:

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Frau Schleinkofer, Sie Sind eine Doula und begleiten Eltern mit ihren neugeborenen Babys. Dabei wenden sie erfolgreich die indische Babymassage nach Leboyer an.

„Ja, schon meine eigenen Kinder habe ich in den ersten Lebensmonaten gerne massiert, weil ich bemerkt habe, wie gut ihnen das tut. Babys genießen diese liebevolle und zärtliche Zuwendung sehr, werden ruhig und entspannt und sind doch mit allen Sinnen aufmerksam.
Regelmäßige Massage kann für Eltern zu einem schönen Ritual werden, um ihren Neugeborenen in den Tag- Nacht -Rhythmus zu helfen. Immer vor dem Schlafengehen angewendet, finden die Kleinen schnell in einen tiefen, entspannten Schlaf. Mama – oder natürlich auch Papa – genießen diese besondere Zeit vor dem Schlafengehen ganz besonders. Und „ganz nebenbei“ hilft die Babymassage, eine gute und enge Bindung zum Kind aufzubauen.
Natürlich hat regelmäßiges Massieren auch positive körperliche Auswirkungen auf die Babys: sie entwickeln ein positives Körpergefühl, das Immunsystem wird gestärkt, der Stoffwechsel durch die gute Durchblutung von Haut und Muskeln angeregt und Blähungen und Koliken gemildert.
Noch heute genießen meine Kinder die Massagen sehr!“

Ungeborene Kinder leben 9 Monate in der Schwerelosigkeit, Sinne nehmen sie vor allem über die Haut auf. Wir wissen, dass Neugeborene ihre Sinne erst langsam umstellen, bis dann viel, viel später erst der Sehsinn dominant wird. Wirkt eine Massage auf ein Baby wie ein Feuerwerk auf uns Erwachsene?

„Bei diesem Vergleich muss ich schmunzeln. Ja, auf die Nervenzellen mag es vielleicht ähnlich wirken wie ein kleines Feuerwerk...
Babys erleben eine Massage ja nicht nur über die Haut, sondern mit allen Sinnen: natürlich spüren sie unser sanftes Streicheln, Kneten und Kitzeln – sie nehmen gleichzeitig aber auch ihre Umgebung war, hören, riechen und schmecken. Unsere Berührungen lösen vielerlei Sinnesreize aus, die wiederum Aktivität in den Synapsen der Nervenbahnen hervorrufen. Auch neue sinnvolle Verknüpfungen der Nervenzellen untereinander können so geknüpft werden, die wiederum für die Weiterentwicklung aller Sinne wichtig sind - nicht zuletzt auch für das Erlernen des Sprechens und der Fortbewegung.“


Manche Kinder jedoch können ihre Körpergrenzen nicht auf Anhieb zu spüren, scheinen sich nicht wohl zu fühlen und weinen viel. Babymassage und Schreikinder?

„Wenn von kinderärztlicher Seite abgeklärt ist, daß das Schreien und Weinen keine organischen Ursachen hat, kann Babymassage bei sogenannten „Schreikindern“ ein ganz besonders wirkungsvolles Mittel sein, Ruhe in den oft bis an die Grenzen belasteten Familienalltag zu bringen. Und wir beobachten sowohl positive Auswirkungen auf das Kind, als auch auf die Eltern. Beide leiden unter der angespannten Situation, sind unzufrieden und überfordert.
Heute geht man davon aus, daß es sich bei diesen Kindern um ganz besonders aufmerksame, neugierige und wißbegierige Kinder handelt – sie haben scheinbar Angst, etwas zu verpassen und wehren sich deshalb regelrecht gegen das Schlafen. Der kleine Organismus kann die vielen Eindrücke ohne Schlafpausen aber nicht verarbeiten und findet nie zur Ruhe – Überreizung entsteht und äußert sich durch vehemente Unruhe und Schreien.
Mit der Babymassage kann man diesen Teufelskreis durchbrechen. Dazu ist es besonders wichtig, daß derjenige, der massiert, also Mutter oder Vater, zu erst selbst ganz zur Ruhe kommt. Entspannungsübungen vor der Massage können da hilfreich sein. Nur ein entspannter und innerlich ruhiger Erwachsener kann durch die Massage auch beruhigend auf das Kind einwirken. Bei Schreikindern massiert man in der Anfangszeit besonders langsam und nicht zu lange. Wir wollen diese Kinder nicht durch zusätzliche Reizüberflutung überfordern, sondern ihnen Halt und Liebe geben - und ihnen dabei körperliche wie geistige Entspannung ermöglichen. Das Erlernen bzw. richtige Deuten der Körpersignale der Babys steht hier auch ganz besonders im Vordergrund.
Das „Pucken“, also das feste Einschlagen in eine Decke nach der Massage und besonders viel Körperkontakt hat sich bei unruhigen Kindern bewährt.“

Und wie ist es bei Neurodermitis? Oder bei frühgeborenen Kindern?

„Für die Babymassage bei Neurodermitis empfehle ich Nachtkerzenöl oder, als günstigere Alternative, Hanföl. Beide enthalten Linolsäure und die für den Stoffwechsel wichtige und wertvolle Gamma- Linolensäure, die Neurodermitiker auf Grund eines fehlenden Enzyms nicht selbst bilden können.
Der Juckreiz kann durch die Massage mit Nachtkerzenöl gelindert werden und die stark beanspruchte Ekzemhaut beruhigt sich. Da der Leidensdruck ist oft groß, kann Babymassage hier aber noch mehr: liebevolle Streicheleinheiten mit beruhigenden und pflegenden Ölen gibt den Eltern das gute Gefühl, ihren Kindern wirklich helfen zu können.

Und auch Frühchen profitieren von regelmässigen Massagen ganz besonders. In einer Studie an der Medizinischen Fakultät Miami wurde festgestellt, daß das Streicheln und Massieren eine Ausschüttung von Wachstumshormonen hervorruft. Massierte Frühgeborene entwickeln sich schneller, nehmen 47% mehr an Gewicht zu und sind munterer als nicht massierte. Noch Monate später ist der motorische und geistige Vorsprung im Vergleich zu gleichaltrigen nichtmassierten Babys deutlich sichtbar.
In den ersten Tagen wird die Babymassage ganz besonders zart durchgeführt, ist mehr ein Streicheln mit Öl. Wenn sich der Säugling nach einiger Zeit an die Berührungen gewöhnt hat und sein Gesundheitszustand stabil ist, kann die Massage etwas kraftvoller werden. Wichtig: der Massageplatz muss besonders warm sein, da Frühgeborene sehr schnell auskühlen.

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...Fortsetzung im Buch...


Auszug aus dem Buch "Hausgeburt und Gebären im Geburtshaus", Christine Thromka, fidibus Verlag